Schlagwortarchiv für: Biontech

Neue Immuntherapie-Kombinationen gesucht: Boehringer setzt bei Lungenkrebs auf doppelte Angriffspunkte und eine Zusammenarbeit mit der Mainzer BioNTech. Beim besonders schwer behandelbaren kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) positioniert sich Boehringer Ingelheim im zunehmend kompetitiven Feld kombinierter Immuntherapien gemeinsam mit BioNTech. Zwei komplementäre Wirkmechanismen sollen erstmals gezielt zusammengeführt werden.

Das im Tech-Park Basel ansässige Biotech-Unternehmen Anaveon wird seit März von dem erfahrenen Biopharma-Manager Thaminda Ramanayake geführt, dem ehemaligen CureVAC CBO.

Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech SE steht vor einem historischen Führungswechsel – die Köpfe hinter dem Corona-Impfstoff wagen einen Neustart. Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen sich ganz auf die mRNA-Plattformtechnologie konzentrieren und starten zum Jahresende in einem eigenen neuen Unternehmen, an dem sich BioNTech beteiligen will, das aber mit einer eigenen Prioritätenliste unterwegs sein soll.

Die University of Pennsylvania (UPenn, Philadelphia), BioNTech und Osage University Partners legen einen 50 Mio.-US-Dollar-Seed-Fonds für Ausgründungen der University of Pennsylvania auf. BioNTech baut damit seine globalen Uni-Kooperationen über Infektionskrankheiten hinaus aus.

Für BioNTech könnte 2026 zu einem der entscheidendsten Jahre seit dem pandemiebedingten Durchbruch werden. Die Pipeline ist breit, die Kasse prall gefüllt, die Partnerschaften sind zahlreich und die Perspektive reicht weit über das Jahr 2030 hinaus. Doch bei aller strategischen Vorbereitung entscheidet sich in den kommenden Monaten vor allem eines: Können die klinischen Daten die hohen Erwartungen an BioNTechs Krebsstrategie einlösen?

Patentstreite in der pharmazeutischen Industrie sind eher die Regel als eine Besonderheit. Dass die Leverkusener Bayer AG gerade jetzt, gefühlt deutlich nach der Zeit, einen grundlegenden Patentstreit mit allen mRNA-Impfstoffentwicklern der Pandemie beginnt, kommt daher überraschend. Da es dabei wohl um Milliarden geht, ist der Ansatz nachvollziehbar, das Timing aber wirft Fragen auf.

BioNTech übernimmt CureVac vollständig und damit wird die deutsche mRNA-Kompetenz gebündelt. Für BioNTech steht dies aus Unternehmersicht für eine strategische Stärkung, für CureVac bedeutet es das Ende der Eigenständigkeit und einer Pionierreise.

Der Börsenkurs nimmt eine kurze Talfahrt bei der Mainzer BioNTech. Grund dafür ist der paketweise Aktienverkauf durch Impfstoffentwicklungspartner Pfizer Inc. Dieser hat gerade aktuen Geldbedarf, da seine Übernahme der US-amerikanischen Firma Metsera Inc. durch einen Bieterwettstreit mit der dänischen Novo um rund 3 Mrd. US-Dollar teurer geworden ist, als ursprünglich geplant. Der BioNTech-Kurs hat sich bei rund 90 Euro wieder stabilisiert.

Entgegen kurz aufbrodelnder Gerüchte hält die Mainzer BioNTech SE unvermindert an ihrer Drei-Säulen-Strategie im Kampf gegen Krebs fest, zu der mRNA-Vakzinierungen gegen Krebs-Neoantigene in Kombination mit anderen Wirkstoffmodalitäten einen wichtigen Beitrag liefern sollen. Auch in Zukunft.

Eigentlich war der Workshop im neuen Wacker-Forschungszentrum in München-Sendling auch der Besichtigung der neuen Räumlichkeiten gewidmet. Doch der Zuspruch war so groß, dass man auf das ältere Gebäude nebenan ausweichen musste, um mit zahlreichen weiteren Akteuren der frühen Wirkstoffentwicklung – von Wissenschaftlern über Gründerzentren bis hin zu Investoren – die aktuelle Situation zu erörtern. Motto: Gemeinsam geht es besser.